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Heizkosten senken: 10 Tipps mit echten Einsparungen
Infografik: Heizkosten senken: 10 Tipps mit echten Einsparungen
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Heizkosten senken: 10 Tipps mit echten Einsparungen

Heizkosten machen einen großen Teil der Nebenkosten aus. Mit diesen 10 Tipps lässt sich der Verbrauch effektiv senken, ohne frieren zu müssen.

Heizen macht im deutschen Haushalt durchschnittlich 65% der Energiekosten aus — das sind 1.200 bis 2.500 Euro pro Jahr. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich dieser Betrag um 20–30% senken, ohne auf Wärmekomfort zu verzichten. Hier sind die 10 wirkungsvollsten Stellschrauben.

Infografik: 10 Tipps Heizkosten sparen — Heizung, Thermostat, Dämmen, Energie

Sofortmaßnahmen: Heute umsetzen, sofort sparen

Diese Maßnahmen kosten kein Geld und können die Heizkostenrechnung bereits im laufenden Monat senken.

1. Thermostat-Temperatur optimieren

Jedes Grad weniger spart ca. 6% der Heizkosten — das klingt wenig, macht aber bei einer durchschnittlichen Heizkostenrechnung von 1.500€ rund 90€ pro Grad aus. Die Faustregel für optimale Temperaturen:

  • Wohnzimmer: 20–21°C
  • Schlafzimmer: 16–18°C (kühler schläft man besser)
  • Küche: 18–20°C (Herd heizt mit)
  • Bad: 22–23°C (aber nur wenn genutzt)
  • Nicht genutzte Räume: 14–16°C (nicht komplett abdrehen — Schimmelgefahr)

2. Stoßlüften statt Dauerkippen

Ein dauerhaft gekipptes Fenster verliert pro Stunde so viel Wärme wie 2 Stunden Heizung erzeugen. Stoßlüften ist die effizientere Alternative: 5–10 Minuten weit öffnen, dann schließen. Die Wände kühlen dabei kaum ab, die verbrauchte Luft wird ausgetauscht. Im Winter 3–4 mal täglich Stoßlüften ist optimal.

3. Heizkörper freihalten

Ein Sofa direkt vor dem Heizkörper blockiert bis zu 30% der Wärmeleistung — die Heizung läuft länger um denselben Effekt zu erzielen. Gleiches gilt für Vorhänge die über den Heizkörper hängen und Handtücher die darauf getrocknet werden. Mindestabstand zum Heizkörper: 30 cm.

Technik-Investitionen mit schnellem Rückfluss

4. Smarte Thermostate installieren

Smarte Thermostate wie Tado, Nest oder Fritz!DECT 301 kosten pro Heizkörper 40–60€, amortisieren sich aber laut Herstellerangaben in 1–2 Jahren. Sie passen die Temperatur automatisch an: Anwesenheit, Außentemperatur, sogar ob du noch im Bett liegst. Im Test sparen sie im Schnitt 22% der Heizkosten gegenüber konventionellen Thermostaten.

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5. Heizkörper regelmäßig entlüften

Wenn ein Heizkörper oben kalt bleibt aber unten warm ist, hat er Luft im System. Diese Luft verhindert, dass heißes Wasser bis in alle Bereiche zirkuliert — der Heizkörper gibt 15–30% weniger Wärme ab, die Heizung läuft länger. Entlüften kostet nichts und dauert 5 Minuten: Entlüftungsventil (kleine Schraube oben am Heizkörper) aufdrehen bis Wasser kommt, dann schließen.

6. Türdichtungen und Zugluftstopfen

Zugluft unter Außentüren und undichte Fensterrahmen kosten überraschend viel Energie. Schaumdichtbänder für Fenster kosten 3–8€ pro Fenster und reduzieren den Wärmeverlust spürbar. Türbodendichtungen (Bürstendichtung) für Außentüren gibt es ab 12€. Aufwand: 20 Minuten. Amortisationszeit: ein Winter.

Strukturelle Maßnahmen für dauerhaft niedrige Kosten

7. Rollläden konsequent nutzen

Glasflächen sind die schwächste Stelle in der Gebäudehülle — besonders nachts bei Frost. Geschlossene Rollläden reduzieren den Wärmeverlust durch Fenster um 15–25%. Faustregel: Rollläden runter sobald es dunkel wird, rauf sobald die Sonne auf das Fenster scheint (kostenlose Heizung!). In einem durchschnittlichen Haus spart das konsequente Rollladen-Management 80–120€ pro Heizsaison.

8. Heizkörperreflektoren anbringen

Heizkörper an Außenwänden strahlen 20–30% der Wärme direkt in die Wand ab — die Wärme geht also buchstäblich durch die Wand nach draußen. Reflektorfolien aus Aluminium (5–15€ pro Heizkörper) werden hinter den Heizkörper geschoben und reflektieren diese Wärme zurück ins Zimmer. Einfach zu installieren, keine Handwerker nötig.

9. Heizungsanlage warten lassen

Eine nicht gewartete Heizungsanlage verbraucht nachweislich 10–15% mehr Gas als eine optimal eingestellte. Die Heizungswartung kostet 80–150€ und ist Pflicht (in Deutschland für viele Anlagen gesetzlich vorgeschrieben). Der Heizungsbauer stellt dabei auch die Hydraulik ein — sodass alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden statt nur die nahe der Pumpe.

10. Hydraulischen Abgleich durchführen

Beim hydraulischen Abgleich stellt ein Fachmann alle Heizkörperventile so ein, dass jeder Raum genau die richtige Wassermenge bekommt. Ohne Abgleich rauscht das heiße Wasser durch die nahe liegenden Heizkörper, die entfernten bleiben kalt und die Pumpe läuft auf Hochtouren. KfW fördert den hydraulischen Abgleich mit 15% der Kosten über das BEG-Förderprogramm.

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Fazit: Die günstigsten Maßnahmen (Thermostat-Temperatur, Stoßlüften, Heizkörper freihalten) kosten nichts und sparen sofort. Smarte Thermostate amortisieren sich in 1–2 Jahren. Wer alle Maßnahmen umsetzt, kann realistisch 300–500€ pro Heizsaison einsparen.

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